Teachers on Stage

Innovative Impulse für nachhaltige Bildung – Erfolgreiche Praxisbeispiele für die Schule der Zukunft

Good Practices für Bildung für nachhaltige Entwicklung - In Kurzimpulsen stellen Lehrkräfte ihre erfolgreich umgesetzten Anwendungs- und Umsetzungsbeispiele für die Schule der Zukunft und den Wandel im Allgemeinen vor, ähnlich einem TEDx-Format.

Zu den Gästen gehören Entscheidungsträger aus Ministerien, außerschulische Innovatoren sowie Lehrkräfte und Schulverwalter. Die Beiträge werden gefilmt und kostenlos zur Verfügung gestellt, so dass diese bewährten Praktiken z. B. bei Fortbildungstagen als Inspiration genutzt werden können.

Das Format „Teachers on Stage“ eignet sich aus mehreren Gründen besonders gut für die Vermittlung von Umweltthemen:

  1. Kurze, prägnante Präsentationen: Komplexe Umweltthemen werden auf zugängliche und inspirierende Weise vermittelt.
  2. Inspiration und bewährte Praktiken: Die vorgestellten Beispiele dienen als Best Practices, die andere Pädagogen in ihrer eigenen pädagogischen Arbeit inspirieren können. Dies ist besonders wirkungsvoll, um Nachhaltigkeitsthemen in den Lehrplan zu integrieren und das Bewusstsein für Umweltfragen zu schärfen.
  3. Zielpublikum und Reichweite: Die Veranstaltung richtet sich an Entscheidungsträger aus Ministerien, Innovatoren außerhalb des Schulsystems sowie Lehrer und Schulverwalter. Auf diese Weise können die vorgestellten Umweltinitiativen ein breites Publikum erreichen und möglicherweise in andere Schulen übertragen oder angepasst werden.
  4. Verfügbarkeit und Nutzung: Die Aufzeichnungen der Präsentationen werden kostenlos zur Verfügung gestellt, so dass die Lehrer sie als Ressource für ihre berufliche Entwicklung nutzen können. Dies fördert die kontinuierliche Auseinandersetzung mit Umweltthemen im Bildungsbereich.
Beispiele von Malte Völker und Daniel Jeseneg bei "Teachers on Stage"
Daniel Jeseneg: Lernen in der Lebenswelt – Die Draußenschule

Schulleiter Daniel Jeseneg von der Schule Zeihen in der Schweiz ist ein weiterer inspirierender „Teacher on Stage“.
In seinem Vortrag spricht er über die Draußenschule, die das Lernen an die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen anpasst. Seit vier Jahren wird an seiner Schule ein Vormittag pro Woche im Freien verbracht – begleitet von Naturpädagogen lernen, spielen und arbeiten die Kinder im Wald oder im Dorf Zeihen.
Diese Form des Unterrichts verändert die traditionelle Rolle von Lehrkräften und Schüler:innen grundlegend. Wissen wird gemeinsam erarbeitet, und das Lernen findet in ständiger Resonanz mit der echten Welt statt. Daniel beschreibt, wie das Konzept der Draußenschule weit über die Wissensvermittlung hinausgeht: Die Schule öffnet sich nach außen, das Konzept „Schule“ wird für die Gemeinschaft sichtbar und erlebbar, und Personen aus dem Umfeld der Schule werden aktiv in den Unterricht eingebunden.

Das Konzept lässt sich sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum umsetzen, indem man das Lernen in die Lebenswelt der Kinder hinausträgt – ob im Wald oder auf der nächsten Straße.

© Nadine Tschorn-Stenzel
© Nadine Tschorn-Stenzel
Malte Völker: Praxisorientierter Unterricht mit der GemüseAckerdemie

Lehrer Malte Völker von der Mascha-Kaléko-Grundschule ist unser neuer „Teacher on Stage“ und stellt das erfolgreiche Projekt der GemüseAckerdemie vor.
In seinem Vortrag gibt Malte spannende Einblicke, wie er auf das Programm aufmerksam wurde und es an seiner Schule eingeführt hat. Er betont, wie praxisnah und lebensnah dieses Programm ist, indem es Kindern direkt auf der schuleigenen Ackerfläche zeigt, woher unser Essen kommt. Die Schüler:innen übernehmen Verantwortung für ihren eigenen Acker und erleben hautnah, wie aus einem kleinen Samen eine frische Möhre wird. Sie lernen, die Auswirkungen ihres Handelns zu verstehen, und entwickeln ein tiefes Verständnis für natürliche Zusammenhänge.
Malte hebt die einfache Anmeldung und die hervorragende Begleitung des Programms hervor und unterstreicht, wie wichtig es ist, den Unterricht interessenorientierter und praxisnäher zu gestalten. Das Ziel: Eine junge Generation für Natur und Nachhaltigkeit zu begeistern.

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Was ist der Zukunftsrat?

Im Zukunftsrat kamen 108 unterschiedliche zufällig ausgewählte Menschen Lehrkräften, Eltern, Schüler:innen und Sonstigen mit Bezug zum Bildungssystem aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands zusammen.

Die Zusammensetzung wurde nach unterschiedlichen Kriterien getroffen. Diese führte zu folgender Zusammensetzung:

Diese Menschen verteilen sich dabei u.a. auf 65% Frauen und 35% Männer. 19% waren Schüler:innen, 38% Eltern, 24% Lehrkräfte und 19% Sonstige (Erzieher:innen, Wirtschaft, Sozialumfeld Schule und weiteres). Außerdem vertraten die Teilnehmenden verschiedene Schulformen (31% Grundschulen, 3% Hauptschulen, 6% Real- und Sekundarschulen, 35% Gymnasien, 9% Gesamtschulen sowie 16% sonstige Schulformen). 25% der Mitglieder des Zukunftsrates haben einen Migrationshintergrund. Außerdem wurde eine Verteilung nach Bundesland- und Altersgruppenzugehörigkeit getroffen.
In insgesamt sechs virtuellen Sitzungen im Zeitraum vom 24. April 2021 bis 28. Juni 2021 entwickelten die Teilnehmenden des Zukunftsrates in einem deliberativen Verfahren die zentralen Elemente für ein Zielbild der Schule von Morgen. Unterstützt vom Input diverser Expert:innen, wurden in verschiedenen thematischen Sitzungen die Themen Vision, Werte, Kompetenzen, Lernfelder und Lernthemen der Zukunft diskutiert, kritisiert und durch mehrere Zwischenabstimmung gemeinsam verabschiedet.

Der erste Entwurf des Zielbildes aus dem Zukunftsrat wurde von den Teilnehmenden des #wirfürschule Hackathon vom 14.-18.06.2021 weiter diskutiert und bewertet. Das Feedback wurde anschließend ausgewertet, diskutiert und eingearbeitet. In der vorerst letzten Sitzung des Zukunftsrates am 28. Juni ist nun eine zweite Version des Zielbildes entstanden, welche in der Illustration und im Dokument zu sehen ist. Dieses Zielbild floss in das Gesamtkonzept ein, welches der Kultusministerkonferenz im Herbst vorgestellt wurde.