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Themenfelder

Themenfelder

Themenfeld 1

Verzahnung von Präsenzunterricht und Homeschooling

Wie können wir Homeschooling und Präsenzunterricht in der Schule sinnhaft verzahnen? Wie verknüpfen wir didaktische Fähigkeiten und digitale Kompetenzen, um Technologie sinnvoll einzusetzen? Und wie fördern und unterstützen wir Schüler*innen darin, eigenständig zu lernen?

Themenfeld 2

Feedback & Lernerfolg

Wie können wir Lernfortschritte so messen und Feedback so schenken, dass sie Kindern und Jugendlichen in ihrer Entwicklung sinnvolle Orientierung und Lehrkräften wie Eltern hilfreiches Werkzeug sind? Und wie dokumentieren wir den Erwerb und die Entwicklung von Metakompetenzen?

Themenfeld 3

Fächerübergreifende Projektideen für die hybride Schule

Was müssen Kinder heute lernen, um die Welt von morgen aktiv und kreativ gestalten zu können? Wie können wir Freiräume schaffen für projektbasiertes und interdisziplinäres Lernen? Und wie binden wir spannende Lernräume auch außerhalb der Schule ein?

Themenfeld 4

Ideen für den FREI DAY - den Lernbereich der Zukunft

Der FREI DAY räumt Schüler*innen an einem Tag in jeder Woche vier Stunden für das Thema Zukunft ein. Dabei dürfen sie selbst entscheiden, mit welchem Zukunftsthema sie sich beschäftigen. Welche Potenziale können wir hier ausschöpfen, indem wir zum Beispiel Eltern oder Kommunen einbinden?

Themenfeld 5

Zukunftskompetenzen

Wie bringen wir unseren Kindern wichtige Zukunftskompetenzen bei? Dazu zählen Medienkompetenz, digitale Mündigkeit und Coding genauso wie Experimentierfreude, Problemlösekompetenz und Frustrationstoleranz, Hilfsbereitschaft, Teamfähigkeit und eine demokratische Grundhaltung.

Themenfeld 6

Soziale Gerechtigkeit

Wie gleichen wir soziale Ungleichheiten aus? Und wie stellen wir sicher, dass der Zugang zu digitalen Lernmitteln und Inhalten unabhängig von Wohnort, Einkommen, Know-how und Unterstützung der Eltern, individuellen Stärken oder Schwächen für alle sichergestellt ist?

Themenfeld 7

Schulentwicklung & Schulmanagement

Mit der Digitalisierung des jetzigen Systems schaffen wir keine Kultur der Digitalität. Dazu brauchen wir eine Transformation der Schulen. Wie also schaffen wir den Kulturwandel, der Beziehungsarbeit in der Schulgemeinschaft, Planung und Organisation von Unterricht und schulinternen Abläufen sowie Personalplanung, Sponsoring und Finanzierung einschließt?

Themenfeld 8

Technische Ausstattung

Welche Hardware benötigen Schüler*innen und Lehrer*innen für den hybriden Unterricht? Welche Geräte eignen sich dafür? Und wie schaffen es Schulen am besten, die dafür nötige Infrastruktur, also Netzwerke oder WLAN, aufzubauen? Und wie lassen sich Lösungsansätze hier skalieren und standardisieren?

Themenfeld 9

Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrer*innen

Welches Mindset und Rüstzeug müssen wir unseren Lehrkräften schon in der Ausbildung mitgeben, damit sie den Wandel in unserem Bildungssystem aktiv gestalten können und wollen? Wie sehen zeitgemäße Angebote der Fort- und Weiterbildung aus?

Verzahnung von Präsenzunterricht und Homeschooling

Herausforderungen für das Themenfeld 1

Wie kann sich Schule strukturieren, dass a) alle Schüler lernen können und b) die Lehrer*innen nicht überfordert werden?

Wie kann unter den Bedingungen von COVID19 der Schuljahresbeginn mit einer neuen Klasse sinnvoll gestaltet werden?

Wie kann auch im Homeschooling ein Gemeinschaftsgefühl und Teamarbeit entstehen?

Wie kann man wechselnden Präsenzunterricht so gestalten, dass die Schüler*innen im Homeschooling danach selbständig und eigenverantwortlich weiterarbeiten können?

Wie können Lehrer*innen kooperieren, um gemeinsam Ressourcen zu entwickeln und zu nutzen, die ein eigenständiges Lernen und Arbeiten ermöglichen?

Wie kann die derzeitige Auflösung von orts- und schulgebundenem Lernen auch zukünftig sinnvoll implementiert werden, so dass asynchrones Lernen möglich wird?

Wie können Eltern beim Homeschooling unterstützt werden?

Wie kann eine sinnvolle und effiziente Kommunikation zwischen allen Akteuren der Schulgemeinschaft sichergestellt werden?

Pate für das Themenfeld 1

Valentin Helling

Das bin ich:
Valentin Helling, 36 Jahre

Das mache ich beruflich:
Lernbegleiter und Schulentwickler an der Alemannenschule Wutöschingen

Woran erinnere ich mich in meiner eigenen Schulzeit am Liebsten?
An die Tage, an denen ich meine eigene AG leiten durfte.

Eine Schulerfahrung, die mich nachhaltig geprägt hat:
Der Matheunterricht im Leistungskurs.

Warum mache ich mit bei #wirfürschule?
Ganz einfach: Schule muss sich ändern! Die nächsten Generationen müssen Schule als etwas erleben, das ihr Leben bereichert und Sinn stiftet – nicht als „notwendiges Übel“. Da die Bildungsverwaltung und -politik offensichtlich nicht in der Lage oder Willens ist, fundamentale Änderungen anzustoßen, bedarf es solcher Initiativen wie #wirfuerschule!

Warum liegt mir mein Themenfeld besonders am Herzen?
Wir müssen auch außerhalb von Corona erkennen, dass das Aneignen von Kompetenzen nicht an einen Klassenraum gebunden ist. Offen gesagt ist der Klassenraum wohl meist die schlechteste Alternative! Schule muss neue „Räume“ erschließen und Lernenden die Entwicklung ihrer ureigensten Persönlichkeit ermöglichen – das ist (ein) Kern von gelingender Bildung.

Worin sehe ich die größte Herausforderung in meinem Themenfeld? Insbesondere die „Enge“ in der Denkweise der Bildungsverwaltung und -politik lähmt jegliche Weiterentwicklung. Somit ist der Mut vieler Schulleiter, Lehrer, Eltern, der Gesellschaft und Wirtschaft gefragt, Neues zuzulassen.

Vom Hackathon wünsche ich mir:
Viele neue Ideen, Lösungsansätze und Vernetzung – vor allem aber den gedanklichen Ausbruch aus den „tradierten Wahrheiten“ (Dogmen) von Schule, welche ein wirkliches Umdenken ungemein erschweren.

Feedback & Lernerfolg

Herausforderungen für das Themenfeld 2

Wie gelingt es uns, die Motivation und die Kompetenz für eigenständiges Lernen der Schülerinnen und Schüler zu fördern und zu stärken?

Wie gelingt es, Lehrer*innen zu ermutigen, ihren Unterricht zu öffnen, um Raum für eigenständiges Lernen innerhalb der Schule zu schaffen?

Wie schaffen wir es, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern aufzubauen, in der die Lehrer*innen als Partner, Coach und Ermöglicher von Lernerfolg wahrgenommen werden?

Wie können wir das bestehende Bewertungssystem so verändern, dass Lernerfolge möglichst differenziert und individualisiert möglich sind und dennoch eine Objektivität und Vergleichbarkeit gewährleistet ist?

Wie kann eine praktikable Feedbackkultur aussehen, die einerseits für Orientierung sorgt und andererseits die individuellen Bedürfnisse im Blick behält?

Wie muss ein unterstützendes System aussehen, das individuenfokussiertes Lehren, Lernen und Entwickeln ermöglicht sowie Leistungen und erreichte Kompetenzlevel intraindividuell und transparent abbilden kann?

Pat*innen für das Themenfeld 2

Katja Reetz

Das bin ich:
Katja Reetz, 47 Jahre

Das mache ich beruflich:
Coach für Jugendliche & junge Erwachsene, Visual Facilitator und Schulentwicklerin

Woran erinnere ich mich in meiner eigenen Schulzeit am Liebsten?
An die Pausen und die Ferien und an LehrerInnen, die von ihrem Fach begeistert waren

Eine Schulerfahrung, die mich nachhaltig geprägt hat:
Eine Projektwoche in der 7ten Klasse, bei der wir jahrgangsübergreifend und zumindest in meiner Erinnerung ohne LehrerIn American Football gespielt haben und uns mit Sporttheorie auseinandergesetzt haben. Ich war aus meiner Klasse alleine in dieses Projekt geraten, gefühlt waren alle viel, viel älter als ich und doch habe ich mich extrem gut aufgehoben gefühlt. Vielleicht habe ich dort zum ersten mal in der Schule erfahren dürfen, was gemeinsam lernen möglich macht.

Warum mache ich mit bei #wirfürschule?
Schulentwicklung ist ein Herzensthema. Die Frage, wie Schule aussehen muss, um für Jugendliche und junge Erwachsene ein Ort zu werden, an dem sie sich zeigen, sich entdecken und über sich hinauswachsen können, brennt mir einfach unter den Nägeln.

Warum liegt mir dieses Themenfeld besonders am Herzen?
Als Kunstlehrerin, aber auch als Deutschlehrerin habe ich oft in dem Konflikt gesteckt, das, was dort entsteht, bewerten zu müssen. Dabei stand selten die individuelle Leistung im Mittelpunkt, als vielmehr das korrekte Erfüllen eines zuvor festgelegten Erwartungshorizontes.
Ich glaube, dass auch unsere spätere Einstellung zum Thema Feedback und Lernerfolg maßgeblich auf unseren Erfahrungen in der Schulzeit basiert. Umso wichtiger ist es daher, genau dort anzusetzen und zu sensibilisieren. Wie kann gute Feedbackkultur aussehen, wer legt fest, wann Lernen erfolgreich ist und wie gelingt es uns dabei unterschiedliche Bedürfnisse bestmöglich abzudecken?

Worin sehe ich die größte Herausforderung in meinem Themenfeld?
Die größte Herausforderung besteht für mich darin, ein generelles Umdenken zu forcieren. Noten durch Kompetenzraster zu ersetzen verlagert meiner Meinung nach nur das Problem. Die Forderung nach Vergleichbarkeit ist so groß, dass sie uns oft den Blick verstellt auf die individuellen Potentiale, die Kinder und Jugendlichen mit sich bringen.

Vom Hackathon wünsche ich mir:
Ich wünsche mir eine Offenheit, eine Neugierde und den Mut neue Wege zu gehen. Und ich wünsche mir, dass es uns gelingt, Begeisterung und Akzeptanz für neue und innovative Ansätze zu wecken.

Christiane Siebel

Das bin ich:
Christiane Siebel, 36 Jahre

Das mache ich beruflich:
Lehrerin für Musik, Deutsch und Literatur an einem Gymnasium in NRW

Woran erinnere ich mich in meiner eigenen Schulzeit am Liebsten?
Die Ausflüge nach Paris und Straßburg mit meinem Französisch LK.

Warum mache ich mit bei #wirfürschule?
Weil ich mir ein Schulsystems wünsche, indem die Potentiale des Einzelnen mehr Beachtung finden.

Für welches Themenfeld habe ich beim Hackathon die Patenschaft übernommen?
Ich unterstütze Katja Reetz im Themenfeld “Feedback und Lernkultur“.

Warum liegt mir dieses Themenfeld besonders am Herzen?
Das Thema liegt mir am Herzen, da ich davon überzeugt bin, dass eine gute Feedbackkulturen allen Individuen des Systems gerechter wird als die bestehenden Noten es bisher leisten.

Worin sehe ich die größte Herausforderung in meinem Themenfeld?
Eine Herausforderung könnte es sein, manchen Kollegen die Angst vor noch mehr Arbeit zu nehmen und es zu schaffen, Eltern, Schüler und Lehrer zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit in ein Boot zu bekommen.

Vom Hackathon wünsche ich mir:
Ich wünsche mir, dass die Schulen von den Ergebnissen inspiriert werden, mit kleinen Schritten der Umsetzung beginnen und den Mut zur Veränderung finden.

Fächerübergreifende Projektideen für die hybride Schule

Herausforderungen für das Themenfeld 3

Wie können wir die natürliche Neugier und Begeisterung von Kindern beim Lernen bewahren und entfalten?

Wie können wir Exkursionen digital abbilden?

Wie können wir ganzheitliche Lernfelder im Lehrplan verankern?

Wie können Eltern mit ihren Fähigkeiten und ihrem Fachwissen aktiv in die Schule eingebunden werden?

Pat*innen für das Themenfeld 3

Béa Beste

Das bin ich:
Béa Beste, 51 Jahre

Das mache ich beruflich:
Bildungsunternehmerin, Bloggerin, Beraterin und Buchautorin

Woran erinnere ich mich in meiner eigenen Schulzeit am Liebsten?
An mein unglaublich geniale Klassengemeinschaft in Rumänien, an die gemeinsam geschwänzten Stunden auf dem Basketballplatz und an Mathe und Physik – geile Fächer für Faule.

Eine Schulerfahrung, die mich nachhaltig geprägt hat:
Mein Start in Deutschland in der Heinrich-Kraft-Schule in Frankfurt/M: Ich kam ohne Deutsch zu können und dank Zuwendung von LehrerInnen und MitschülerInnen konnte ich meine “normale” Jahrgangsstufe abschließen mit MSA – und dabei eine klasse Zeit haben.

Warum mache ich mit bei #wirfürschule?
Weil ich eine Riesenchance sehe, der Art und Weise, Bildung mit Freude, Heiterkeit und Motivation zu versehen. Zusammen! Wie genial wäre das?
Ich bin ja schon Schulgründerin, habe Phorms mitgegründet. ich will jetzt die nächste Stufe der Innovation mit beeinflussen.

Für welches Themenfeld habe ich beim Hackathon die Patenschaft übernommen?
Fachübergreifende Projekte in der hybriden Schule. Ich übersetze: Lernen mit Sinn. Weniger Curriculasklaverei, mehr echtes Leben beim Lernen. Und auch noch Spaß dabei.

Warum liegt mir dieses Themenfeld besonders am Herzen?
Ich kann die Sprüche nicht mehr hören: “Wir brauchen ein neues Fach XXX!” Nö. Wir brauchen keine neuen Fächer. Wir brauchen verzahnte Problemstellungen, die Kids interessieren.

Worin sehe ich die größte Herausforderung in meinem Themenfeld?
Dass wir uns verfuzzeln! Wie schaffen wir Blueprints für Projekte, die dann WIRKLICH greifen und umgesetzt werden.

Vom Hackathon wünsche ich mir:
Dass aus dem Chaos wirklich Umsetzungsfähiges entsteht, und keine MMMs: “Man Müsste Mals”.

Stephanie Jansen

Das bin ich:
Stephanie Jansen, 50 Jahre

Das mache ich beruflich:
Lehrerin, Buchautorin

Woran erinnere ich mich in meiner eigenen Schulzeit am Liebsten?
An den Mathematikunterricht. Ich habe immer noch (indirekt) Kontakt zu meinem Mathelehrer.

Eine Schulerfahrung, die mich nachhaltig geprägt hat:
In der 7. Klasse sind wir mit knapp 40 Menschen in 14 Tagen von Pforzheim nach Basel gewandert. Seit dem gilt bei mir „Geht nicht gibt‘s nicht!“

Warum mache ich mit bei #wirfürschule?
Ich habe die letzten Wochen hybrid unterrichtet und sehe es als fantastische Chance neue Wege zu beschreiten, und Initiativen zu bündeln.

Für welches Themenfeld habe ich beim Hackathon die Patenschaft übernommen?
Fachübergreifende Projekte in der hybriden Schule. Ich übersetze: Lernen mit Sinn. Weniger Curriculasklaverei, mehr echtes Leben beim Lernen. Und auch noch Spaß dabei.

Warum liegt mir dieses Themenfeld besonders am Herzen?
Ich habe mehr als ein Fach studiert und unter anderem die Ausbildung als Klassenlehrerin an Waldorfschulen. Fächer in Isolation funktionieren nicht, das ist die Quintessenz von 20 Jahren Unterrichts und Schulleitungserfahrung.

Worin sehe ich die größte Herausforderung in meinem Themenfeld?
Projekte zu finden, die nicht singuläre Bedürfnisse abbilden, sondern wirklich themenübergreifend sind.

Vom Hackathon wünsche ich mir:
Ein echtes Konzept mit Zukunftschancen.

Ideen für den FREI DAY – den Lernbereich der Zukunft

Herausforderungen für das Themenfeld 4

Wie kann eine Vernetzungsstrategie mit anderen Organisationen, die für den FREI DAY interessant sein können, aussehen?

Wie können sinnvolle Projektvorlagen für den FREI DAY aussehen?

Wie kann eine vernetzte Lernregion entstehen, in der Projekte basierend auf den Vorschlägen der Akteure vor Ort angeschoben werden?

Wie kann eine Projekt-Zusammenarbeit von Schüler*innen über Schulgrenzen hinweg digital möglich gemacht werden?

Pat*innen für das Themenfeld 4

Margret Rasfeld

Das bin ich:
Margret Rasfeld, 69 Jahre

Das mache ich beruflich:
Ich trete mit all meiner Kraft für eine Neuausrichtung des Bildungssystems ein.

Woran erinnere ich mich in meiner eigenen Schulzeit am Liebsten? Theaterspielen.

Eine Schulerfahrung, die mich nachhaltig geprägt hat:
Freizeiten, die ich für jüngere organisiert und geleitet habe.

Warum mache ich mit bei #wirfürschule?
Lösungen können heute am besten kokreativ gefunden werden.

Warum liegt mir mein Themenfeld besonders am Herzen?
Der Frei day bringt junge Menschen ins Handeln und hat Hebelwirkung für einen grundlegenden Wandel von Schule.

Worin sehe ich die größte Herausforderung in meinem Themenfeld?
im Mut der Erwachsenen loszulassen, an die Kraft der Kinder zu glauben uns ihnen viel zuzutrauen und zuzumuten

Vom Hackathon wünsche ich mir:
Dass klar wird, es geht nicht um eine Reformierung des alten Systems, sondern um starke Bilder und Umsetzungsvorschläge einer neuen Ausrichtung

Tobias Feitkenhauer

Das bin ich:
Tobias Feitkenhauer, 28 Jahre

Das mache ich beruflich:
Projektleiter bei Schule im Aufbruch und Gründer von edcosystems

Woran erinnere ich mich in meiner eigenen Schulzeit am Liebsten?
An die vielen Stunden in der Redaktion unserer Schülerzeitung.

Eine Schulerfahrung, die mich nachhaltig geprägt hat:
Während meiner Zeit als Teach First Fellow habe ich den bundesweiten Vorlesetag an meiner Einsatzschule organisiert. Dafür habe ich einen professionellen Fußballspieler vom SV Sandhausen eingeladen. Er hat den Kids einer fünften Klasse vorgelesen. Zwei Wochen später kommen zwei Mädels aus der Klasse auf dem Schulhof zu mir und erzählen stolz: „Herr Feitkenhauer, wissen Sie was? Wir haben jetzt schon zwei Bücher durchgelesen.“
Das hat mir gezeigt, dass in Schule vor allem Inspiration wichtig ist – und die kommt oft authentisch als Impuls von außen. Diese Erfahrung war richtungsweisend für meine jetzige Berufung.

Warum mache ich mit bei #wirfürschule?
Weil Menschen im Schulsystem am besten wissen, was sie brauchen und der Hackathon einen Raum bietet, für diese Bedürfnisse Lösungen zu entwickeln.

Warum liegt mir mein Themenfeld besonders am Herzen?
Weil der FREI DAY das Potential hat, Schule nachhaltig zu verändern und Kinder und Jugendliche zu aktiven Gestalter*innen der Zukunft macht – schon in der Schule. Und weil ich als Projektleiter verantwortlich für den FREI DAY bin.

Worin sehe ich die größte Herausforderung in meinem Themenfeld?
Dass wir genügend Zeit haben, für alle Herausforderungen Lösungen zu entwickeln.

Vom Hackathon wünsche ich mir:
…dass wir nicht versuchen, die alte Schule zu digitalisieren (Baufälliges Gebäude hübsch anmalen) sondern Lösungen entwickeln, die einen Wandel von Schule in Richtung Nachhaltigkeit und Zukunftsorientierung einläuten.

Zukunftskompetenzen

Herausforderungen für das Themenfeld 5

Wie können wir junge Menschen befähigen ein Bewusstsein für die großen Themen des 21. Jahrhunderts zu entwickeln und zur aktiven Gestaltung inspirieren?

Wie können wir jungen Menschen Raum geben, um eigene Zukunft zu erforschen und für lebenslanges Lernen begeistern?

Wie können wir Lernerlebnisse schaffen, bei denen eine Balance aus Hand, Herz und Hirn und eigenes Erfahren im Mittelpunkt steht?

Wie können wir Unterricht gestalten, der Kreativität, Kollaboration und Kommunikation ins Zentrum des Lernens stellt?

Wie können wir Unterricht gestalten, der Offenheit ermöglicht und Resilienz gegenüber Veränderungen fördert?

Patin für das Themenfeld 5

Aileen Moeck

Das bin ich:
Aileen Moeck, 29 Jahre

Das mache ich beruflich:
Zukunftsforscherin, Bildungsaktivistin und Gründerin des Bildungskollektivs Die Zukunftsbauer

Woran erinnere ich mich in meiner eigenen Schulzeit am Liebsten?
An meine Freunde und die gemeinsamen Klassenfahrten und Pausen. Aber auch an einen Parteienmarkt, den ich mal organisieren durfte.

Eine Schulerfahrung, die mich nachhaltig geprägt hat:
Die ekligen Toiletten und das furchtbare Kantinenessen! Wie kann es sein, dass nicht mal Geld haben, um auf Grundbedürfnisse von Kindern einzugehen?

Warum mache ich mit bei #wirfürschule?
Ich arbeite jetzt seit drei Jahren an der Transformation der Schule und setze mich hier vor allem für einen Innovationsraum ein, der dringend geschaffen werden muss. Das aber funktioniert nur im Ökosystem und in Kollaborationen. Bisher war der Bildungssektor jedoch von Frust, Konkurrenz und Fragmentierung geprägt. Ich habe die Hoffnung, dass #wirfürschule der Initiator für ein neues Denken und Handeln ist und wir jetzt endlich gemeinsam anfangen zu gestalten!

Für welches Themenfeld habe ich beim Hackathon die Patenschaft übernommen?
Zukunftskompetenzen, wenngleich der Schlüssel die Ganzheitlichkeit sein wird!

Warum liegt mir dieses Themenfeld besonders am Herzen?
Die Sensibilisierung für Wandel und Mut für eigene Gestaltung findet bisher kaum Platz im Curriculum. Mit Blick in die Zukunft ist es mir als Zukunftsforscherin ein besonderes Anliegen hier schon die Kleinsten zu erreichen.

Worin sehe ich die größte Herausforderung in meinem Themenfeld?
Als Zukunftsforschende werden wir oft gefragt, welches die wichtigste Zukunftskompetenz ist – wir wissen es auch nicht, denn niemand weiß was die Zukunft bringt. Aber wir können lernen ihr offen zu begegnen, Unsicherheit in Mut zu verwandeln und sie durch eigenes Handeln und mit eigenen Ideen selbst mitzugestalten, ein Leben lang. Deshalb ist es wichtig, das wir bei neuen Konzepten nicht Gefahr laufen, Zukunft nur aus einem kurzfristigen Bedarf heraus zu denken oder Kinder in enge “Kompetenz-Schablonen” zu stecken. Auf der Umsetzungsebene gibt es bereits super Konzepte, der kritische Punkt an dem wir aktuell sind aber ist das System dahinter: Geld, Ressourcen und Zeit.

Vom Hackathon wünsche ich mir:
Dass wir endlich gemeinsam eine starke Bildungs-Lobby bauen und wir auf der politischen Agenda ganz nach oben rücken. Denn wir sagte R.D. Precht: In Gesellschaften, „die nicht vorrangig durch Religion zusammengehalten werden, stellt Bildung eine der wichtigsten Zutaten für den sozialen Kitt“ dar.

Soziale Gerechtigkeit

Herausforderungen für das Themenfeld 6

Wie können wir allen Kindern Zugang zu digitalen Endgeräten und ausreichendem Internet Datenvolumen ermöglichen?

Wie können wir interkulturelle Kompetenz als Lerninhalt in der Schule fest verankern?

Wie kann ein guter Informationsaustausch frei von sprachlichen und technischen Barrieren zwischen Schule und Eltern sichergestellt werden?

Wie können wir eine digitale Zuflucht und Hilfestellung für soziale Notsituationen und Probleme schaffen, um Kindern und Jugendlichen in Not zur Seite zu stehen?

Wie können wir sicherstellen, dass Inklusion und Teilhabe immer mitgedacht werden, wenn digitale Lösungen erarbeitet und verprobt werden?

Wie können Schüler*innen unterstützt werden, ein besseres Sprachverständnis aufzubauen, um erfolgreicher an allen Lernangeboten teilhaben zu können?

Patin für das Themenfeld 6

Franziska Theis

Das bin ich:
Franziska Theis, 29 Jahre

Das mache ich beruflich:
Ich bin Vorstand des Vereins ‘Digitale Bildung für Alle e.V.’

Woran erinnere ich mich in meiner eigenen Schulzeit am Liebsten?
Pfeil und Bogen aus einem großen Stück Holz zu bauen/hobeln/schnitzen.

Eine Schulerfahrung, die mich nachhaltig geprägt hat:
3 komplett unterschiedliche Schulformen zu erleben und die Pros und Cons sehen.

Warum mache ich mit bei #wirfürschule?
Weil sich schon so lange so viel in unseren Schulen verändern müsste, jetzt ist es ALLEN klar! Ich möchte, dass Schule soziale Ungerechtigkeiten ausgleicht und so jedes Kind und jede/r Jugendliche/r dieselben Chancen erhält sich zu verwirklichen.

Warum liegt mir mein Themenfeld besonders am Herzen?
Jedes Kind sollte das Recht haben, bestmöglich in seinen Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnissen unterstützt und gefördert zu werden. Ich wünsche mir Kinder und Jugendliche, die Spaß am Lernen und Entdecken haben, die unsere Gesellschaft im guten Sinne prägen und für uns und die Welt eine gesunde Zukunft schaffen. Die Entwicklung der Kinder darf nicht an äußeren Umstände scheitern, Bildung in Deutschland muss fehlende Komponenten ausgleichen.

Worin sehe ich die größte Herausforderung in meinem Themenfeld?
Das Identifizieren, Erreichen und Arbeiten mit den jeweiligen Zielgruppen könnte eine Herausforderung sein – Schulen und Lehrer*innen werden absolute Schlüsselfunktionen haben. Soziale Ungerechtigkeit betrifft eine enorm große Anzahl an Kindern in Deutschland, heißt der Aspekt der Skalierung muss unbedingt gut durchdacht werden. Als letztes hoffe ich auf offene Ohren und Herzen bei Entscheidungsträgern und Mittelgeber, wir haben viel zu tun – aber riesige Chancen richtig viel zu erreichen.

Vom Hackathon wünsche ich mir:
Dass ganz Deutschland sieht, dass wir auch im Bildungssektor schneller handeln, weiterentwickeln und verändern können. Bildung ist der Grundstein für Deutschlands Zukunft und es lohnt sich in diese Zukunft zu investieren, let’s do this!

Schulentwicklung & Schulmanagement

Herausforderungen für das Themenfeld 7

Welche systemischen Strukturen kann eine Schule selbstständig für agile und schnelle Transformationsprozesse aufbauen?

Wie können wir personellen IT-Support an Schulen kurzfristig sicherstellen und langfristig professionalisieren?

Wie und auf welche Weise können Kompetenzen, Ideen und Anregungen von Eltern, Schüler*innen und Kolleg*innen wirksam in den Transformationsprozess einbezogen werden?

Wie kann man bereits bestehende Transformationserfahrungen/-konzepte von Schulen bundesweit sammeln?

Wie können Schulleiter*innen die Schulgemeinschaft unter Akzeptanz, Identifikation und Transparenz zur digitalen Transformation motivieren und leiten?

Wie können Schulen den Familien mehr und längere Betreuungsangebote unter Einhaltung der COVID 19 Beschränkungen anbieten?

Welche Möglichkeiten gibt es für eine Schule schnell und unbürokratisch an erforderliche Ausstattung zu gelangen ohne Zeit durch lange Ausschreibungsverfahren oder das Warten auf bewilligte Gelder zu verlieren?

Wie können wir die Schule des 21. Jahrhunderts von innen heraus systemorientiert neu denken?

Wie bauen wir Brücken zwischen Schulen, Wirtschaft, Initiativen, Politik und Verwaltung?

Patin für das Themenfeld 7

Anika Buche

Das bin ich:
Anika Buche, 31 Jahre

Das mache ich beruflich:
Lehrerin Sekundarstufe I und II in NRW

Woran erinnere ich mich in meiner eigenen Schulzeit am Liebsten?
Natürlich an die Klassenfahren 😉 und an meinen damaligen Mathelehrer, der echt eine harte Nuss war, aber mir viel für das echte Leben beigebracht hat #lernengehtüberbeziehung

Eine Schulerfahrung, die mich nachhaltig geprägt hat:
Kompetentes Auftreten kann völlige Ahnungslosigkeit charmant überdecken 😉

Anika schreibt im Mathe LK aus dem Lösungsbuch ab. Im Unterricht werden ich nach dem Ergebnis der Aufgabe gefragt, das natürlich richtig war. Jackpot: Als Preis durfte ich die Aufgabe in aller Ausführlichkeit erklären. Komplett ahnungslos improvisierte ich mit komplexen sprachlichen Ausführungen, sodass mein Lehrer mich mit dem Satz unterbrach: „ OK, dieser Lösungsweg ist für die meisten zu umständlich, ich zeig euch da mal eine triviale Variante.“

Warum mache ich mit bei #wirfürschule?
Weil ich mich mit der Gründung von Edu-sense dafür einsetze Schulen bei der digitalen Transformation zu helfen und digitale Pioniere in der Initiative verbinden möchte. Wir für Schule verfolgt denselben Ansatz, daher bin ich hier dabei 😉

Warum liegt mir mein Themenfeld besonders am Herzen?
Zum einen habe ich die Initiative Edu-sense gegründet, die sich intensiv mit der digitalen Transformation von Schule beschäftigt und einen bausteinbasierten Leitfaden erstellt, den die Schulen als Blaupause nutzen und auf sich anpassen können. Zum anderen engagiere ich mich hier, weil ich meine Schule, an der ich arbeite, gerade durch die digitale Transformation in der Praxis begleite. Wir haben dort sehr vielseitige und erfolgreiche Erfahrungen sammeln können, die ich gerne teilen würde.

Worin sehe ich die größte Herausforderung in meinem Themenfeld?
Das Themenfeld ist eine Herausforderung, weil es in solch zentralen schulischen Entwicklungsprozessen wie der Digitalisierung darum geht, alle Beteiligten mitzunehmen und die Menschen für die Sache zu gewinnen. Nicht immer ein einfaches Unterfangen, wenn man an die besonderen Bedingungen der staatlichen Systeme denkt. Der Prozess erfordert ein Höchstmaß an Sensibilität, Transparenz und Entscheidungsfreudigkeit, gleichzeitig aber auch Mut, Frustrationstoleranz und Geduld.

Vom Hackathon wünsche ich mir:
Dass sich viele Menschen mit tollen Ideen und kreativen Ansätzen gegenseitig bereichern können, sich Potentiale und Energien verschmelzen und dass wir Ergebnisse produzieren, die sofort in der Praxis um- und eingesetzt werden können.

Technische Ausstattung

Herausforderungen für das Themenfeld 8

Wie können wir eine clevere und skalierbare Lösung finden, die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Digitalisierung an Schulen zu schaffen?

Wie können wir eine Entscheidungsvorlage entwickeln, die Schulen schnell und transparent die besten Lösungen für ihre digitalen Bedürfnisse liefert?

Wie können wir mit politischer Unterstützung sicherstellen, dass alle Schüler*innen sowohl im Schulgebäude als auch im Homeschooling stabile Internetverbindungen haben?

Wie können wir ein Medienkonzept- Baukastensystem realisieren, das Schulen bei der Erstellung eines Medienentwicklungsplans und der Bewilligung von Digitalpakt-Geldern unterstützt?

Patin für das Themenfeld 8

Celina Hirt

Das bin ich:
Celina Hirt, 26 Jahre jung

Das mache ich beruflich:
Ich bin Referentin für Bildungspolitik beim Digitalverband Bitkom.

Woran erinnere ich mich in meiner eigenen Schulzeit am Liebsten?
An die große Pause, die gefühlt immer zu schnell verging.

Eine Schulerfahrung, die mich nachhaltig geprägt hat: Austauschprogramme nach Frankreich und in die USA sowie mein Chemie-Lehrer, der es geschafft hat, mich für das Fach zu begeistern.

Warum mache ich mit bei #wirfürschule?
Weil ich glaube, dass wir Schule neu und zeitgemäßer denken müssen und ad hoc Lösungen brauchen, um das kommende Schuljahr gewinnbringend gestalten zu können. Die Corona Krise war hoffentlich nur der Startschuss für eine nachhaltige digitale Schultransformation.

Warum liegt mir mein Themenfeld besonders am Herzen?
Weil die digitale Infrastruktur sowie die Ausstattung mit digitalen Endgeräten eine wichtige Grundvoraussetzung für das anstehende hybride Schuljahr darstellen.

Worin sehe ich die größte Herausforderung in meinem Themenfeld?
Dass wir es schaffen, alle Schulen mit der notwendigen technischen Ausstattung zu versorgen und dadurch mehr Bildungsgerechtigkeit schaffen.

Vom Hackathon wünsche ich mir:
Dass wir am Ende tolle Lösungsansätze über alle Themenfelder hinweg hervorbringen, die in der Praxis Anwendung finden und das kommende Schuljahr maßgeblich mitgestalten.

Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrer*innen

Herausforderungen für das Themenfeld 9

Wie können Beziehungslernen, Coaching-Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung in allen Phasen der Lehrer*innenbildung integriert werden?

Wie und mit welchen Aufgaben kann ein externer “Digital Expert” in das existierende Schulsystem integriert werden, um Unterrichtsprozesse sowohl im Präsenz- als auch im Distanz-Lernen zu unterstützen?

Welche Themen und Formate müssen als Lehrerfortbildungen angeboten werden, um die Integration in den unterrichtlichen Workflow selbstverständlich werden zu lassen?

Wie kann sichergestellt werden, dass Lehrer*innen durch Fortbildungen eine Haltung des lebenslangen Lernens entwickeln und so ihren Unterricht inhaltlich immer up-to-date halten können?

Welche neuen Inhalte und Strukturen braucht die Lehrer*innenbildung, um Medienkompetenz in das Lehramtsstudium, das Referendariat und das Berufsleben zu integrieren?

Patin für das Themenfeld 9

Ines Bieler

Das bin ich:
Ines Bieler, 54 Jahre

Das mache ich beruflich:
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZLB der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Woran erinnere ich mich in meiner eigenen Schulzeit am Liebsten?
An meine Freundinnen und die gemeinsame Zeit.

Eine Schulerfahrung, die mich nachhaltig geprägt hat:
Meine Deutschlehrer – ihre Liebe zur Literatur.

Warum mache ich mit bei #wirfürschule?
Weil eine Lösung von allen Beteiligten gemeinsam gefunden werden muss und im Netzwerk geht alles besser.

Warum liegt mir mein Themenfeld besonders am Herzen?
Ich war schon in allen 3 Phasen der Lehrer*innenbildung tätig und sehe den Bedarf überall.

Worin sehe ich die größte Herausforderung in meinem Themenfeld?
Die Herausforderung liegt in der Vernetzung und einer engagierten, um die Sache gehenden Kommunikation auf Augenhöhe von allen Beteiligten der 3 Phasen der Lehrer*innenbildung.

Vom Hackathon wünsche ich mir:
Motivation, Inspiration, Mut und tolle Projekte, die die Bildung voranbringen.